Rezept: Rumkugeln von Mama

Hallihallo,

am vergangenen Samstag bin ich allein zu Hause gewesen und habe mir überlegt, Rumkugeln zu machen. Und zwar nach dem Rezept, nach dem sie meine Mama früher immer gemacht hat. Ob das gut geht, die Michaela allein in der Küche? Seid gespannt ;)

Hauptzutat für die Rumkugeln ist, neben dem Rum natürlich, Biskuit. Man kann dafür gut Biskuitreste verwenden, gerne auch einen fertigen Biskuitboden. Ich habe extra für die Rumkugeln jedoch einen Biskuit gebacken. Wer einen fertigen Boden verwendet oder schon Teigreste zur Hand hat, kann den folgenden Abschnitt überspringen und gleich → hier weiterlesen.

Zutaten für den Biskuitboden:

  • 4 Eier
  • 180 g Zucker
  • 1 P Vanillinzucker
  • 4 EL Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • 3 gestr. TL Backpulver

Den Backofen auf 180° C vorheizen.

Die Eier trennen, d. h. vier Eigelb in eine Rührschüssel und 4 Eiweiß in eine andere Rührschüssel geben. Die Eigelbe mit ca. der Hälfte des Zuckers schaumig rühren. Die Farbe des Zucker-Ei-Gemischs sollte dabei ziemlich hell werden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Anschließend die Prise Salz und das Wasser zum Eiweiß geben und dieses mit einem Schneebesen (Handmixer oder Küchenmaschine oder, wer kann, auch von Hand) schaumig schlagen. Wer denselben Schneebesen wie für das Eigelb verwendet, muss diesen vorher unbedingt gut abwaschen und sauber machen, damit kein Fett ans noch nicht schaumige Eiweiß gelangt. Ist das Eiweiß schön fluffig, also noch nicht ganz steif, sondern vom Aussehen her eher so wie ein Schaumbad, während des Schlagens langsam den übrigen Zucker einrieseln lassen. Jetzt sollte das Eiweiß anfangen zu glänzen. So lange weiterschlagen, bis es sehr steif ist.

Den Eischnee nun auf das Eigelb geben und vorsichtig mit einem Kochlöffeln, einem Pfannenwender oder auch einem Teigschaber den Eischnee von Hand unterheben. Auf keinen Fall rühren, da sonst zu viel Luft aus dem Eischnee wieder rausgedrückt wird.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Mehl, die Stärke und das Backpulver in eine Schüssel sieben. Anschließend das Mehlgemisch über die fluffige Eiermasse sieben (quasi ein zweites Mal sieben) und das Mehl noch vorsichtiger unterheben als den Eischnee.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eine Springform vorbereiten, evtl. einfetten. Dann den Teig in die Form füllen, glattstreichen und für 25-30 Minuten backen. Nach 25 Minuten eine Stäbchenprobe machen, ob der Boden schon durch ist. Falls nicht, noch einige Minuten weiterbacken. Ist der Boden fertig – er sollte leicht gebräunt sein – ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dann erst aus der Form holen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und wer sich jetzt wie ich wundert, warum der Teig beim Unterheben des Mehles so fest geworden ist, dem sei gesagt, dass ich aus Versehen Eier der Größe S verwendet habe, eigentlich werden aber M-Eier benötigt. Es war also zu wenig Flüssigkeit im Teig … Na ja, das Ergebnis passt trotzdem so einigermaßen. Und für die Rumkugeln wird der Teig eh wieder zerstört, also …


Für die Rumkugeln brauchen wir

  • 500 g Biskuitteig (Das Biskuitrezept oben ergibt gut 500 g fertigen Boden)
  • 4 EL Rum
  • 250 ml Wasser
  • 125 g Kokosfett
  • 1 Ei
  • 65 g Puderzucker
  • 20 g Kakao
  • 1 P Vanillinzucker
  • 1 Fläschchen Rumaroma
  • 200 g Schokostreusel

Den Biskuit in eine ausreichend große Schüssel zerbröseln bzw. in Stücke rupfen. Rum und Wasser mischen, über die Biskuitbrösel geben und alles verrühren, damit sich der Teig einigermaßen gleichmäßig mit der Flüssigkeit vollsaugt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Kokosfett bei niedriger Hitze schmelzen. Wenn es dabei sehr warm geworden ist, erst wieder abkühlen lassen. Dann das Ei unter das flüssige (aber nur zimmerwarme) Fett rühren. Es darf nicht stocken.

Den Puderzucker sieben, den Kakao dazusieben, den Vanillinzucker sowie das Rumaroma dazugeben. Dann das Fett-Ei-Gemisch nach und nach unter die Zucker-Kakao-Masse rühren, bis alles homogen ist. Dann die Fett-Zucker-Kakao-Mischung über die Biskuitbrösel geben und mit einem Kochlöffel einen möglichst gleichmäßigen Teig kneten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Einen Teil der Schokostreusel in eine flache, runde Schüssel geben. Aus dem Teig kleine Kugeln mit ca. 4 cm Durchmesser formen. Die Hände dazu leicht anfeuchten. Dann immer ein paar (ca. 6 Stück) der Kugeln auf die Schokostreusel legen, die Schüssel vorsichtig im Kreis bewegen, sodass sich die Schokostreusel außen an die Kugeln kleben (die Rumkugeln quasi in der Schüssel rum kugeln *Schenkelklopfer*). Nochmal kurz jede Kugel mit den Händen nachbearbeiten (überschüssige Schokostreusel fallen ab, die, die haften bleiben, drücken sich etwas fester) und zur Seite legen. Mit dem restlichen Teig und den übrigen Schokostreuseln ebenso verfahren. Die Rollmethode zum Ummanteln der Kugeln hat sich bei mir als einfacher gestaltet, wenn ich nicht gleich alle Schokostreusel in die Schüssel gegeben habe.

Die Rumkugeln sind jetzt eigentlich fertig. Man sollte sie jedoch noch einige Zeit kühlstellen, damit sie wieder etwas fester werden. Insgesamt sind die Rumkugeln trotzdem eher weich, was ich sehr gerne mag :)

Rumkugeln

Gutes Gelingen wünscht euch

Michaela

PS: Habt ihr vielleicht Vorschläge, wie man das rohe Ei in der Rumkugelmasse vermeiden könnte? Ich kann mir vorstellen, dass es dafür Alternativen gibt …

PPS: Statt Vanillinzucker sowohl im Biskuit als auch in den Rumkugeln funktioniert Vanillezucker (mit echter Vanille) genau so gut. Das Rezept, wie ich es von meiner Mama habe, hat aber Vanillinzucker verwendet, deswegen habe ich das hier so gelassen. Vanillezucker und Vanillinzucker schmecken nicht ganz gleich …

Advertisements