Rezept: Spootzn – Mehlklöße

Ja, ja, wenn die Franken einen auf Schwaben machen^^ Dann kommen „Spootzn“ raus, auch Mehlklöße genannt. Diese sind eine einfache Beilage, bei der gleich noch ein altes Brötchen (ich würde ja „Semmel“ sagen, aber …) verwertet wird. Genau wie Spätzle sind auch die Spootzn unförmige Gebilde aus Teig, allerdings – und das unterscheidet sie von den Spätzle – sind sie größer und benötigen kein Zusatzgerät wie den Spätzlehobel, denn sie werden ganz einfach mit zwei Löffeln portioniert. Gegessen werden sie typischerweise zu Linsen.

So sehen Spootzn auf Linsen/Kichererbsen aus:

Mehlklöße - Spootzn

Die Zutaten für vier Personen sind:

  • 1 großes Brötchen (Semmel)
  • etwas Butter zum Braten
  • 300 g Mehl
  • 3 Eier
  • 3 Prisen Salz
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • ca. 240 ml Milch

Und so werden sie gemacht:

  1. Das Brötchen in Würfel schneiden und in Butter knusprig goldbraun anbraten, zur Seite stellen und abkühlen lassen.
  2. Aus Mehl, Eiern, Salz, der Muskatnuss und der Milch (evtl. reicht etwas weniger, evtl. muss etwas mehr rein) einen zähflüssigen, glatten Teig anrühren, ähnlich wie für Spätzle.
  3. Wasser in einem großen Topf aufsetzen, in dem die Mehlklöße später gekocht werden.
  4. Die gerösteten Brotwürfel zum Teig geben und unterrühren, sodass alle Würfel auf jeden Fall von Teig umschlossen sind – sie sollen später beim Kochen ja knusprig bleiben.
  5. Das Kochwasser salzen und die Temperatur etwas runterdrehen.
  6. Mit zwei Löffeln Teigportionen „abstechen“ (bitte nicht versuchen, Nocken zu formen, das haut nicht hin) und zwar so, dass man auch ein paar von den Brotwürfeln erwischt. Den Teigkloß ins Wasser geben.
  7. Warten, bis der Mehlkloß durch ist. Im Unterschied zu Spätzle ist er nicht gleich fertig, wenn er oben schwimmt, man muss also etwas länger warten. Am besten beim ersten Kloß einmal testen, wie lange er tatsächlich braucht.
  8. Man kann die Mehlklöße auch lange im Wasser ziehen lassen, aber dann quellen sie arg auf und werden sehr, sehr schwammig. Wer’s mag …
  9. Den kompletten Teig auf diese Weise aufbrauchen.
  10. Guten Appetit!

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Viel Spaß beim Ausprobieren!

Michaela mit Moni und Michael

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Interessant
    Den Namen habe ich vorher nie gehört
    Man lernt halt nie aus 😉
    Lg

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    1. 😉
      Das ist, glaube ich, ein Dialektwort … Ich kannte es vorher auch nicht 😀

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      1. achso interssant man lernt halt nie aus 😉

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